Liebe Fahrschülerinnen und Fahrschüler, liebe Interessentinnen und Interessenten.

Uns erreichen beständig Emails und sogar Anrufe von irgendwelchen Dienstleistern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Google-Bewertungen löschen zu lassen.
Dort bekommt man dann sowas zu hören oder zu lesen (frei paraphrasiert):

„Hallo, wir melden uns nochmals wegen der Bewertung von XYZ (…) Wir prüfen kostenlos für Sie die Fälle und schützen Sie vor rufschädigenden und unwahren Bewertungen (…) Sie zahlen nur, wenn der Löschantrag Erfolg hat.“

Nun wäre es ja mal spannend, zu erfahren, wie diese Firmen den Sachverhalt wirklich im Wortsinne prüfen wollen. Vielleicht hat der Kunde/die Kundin ja auch mal Recht?!?

Wir halten im Allgemeinen recht wenig vom Löschen negativer Bewertungen und gehen einen ganz anderen Weg.
Bei uns wird nichts gelöscht, es sei denn, wir würden einen Eintrag entdecken, von dem wir annehmen müssen, dass er wirklich strafrechtliche Relevanz hat oder wirklich grob anstößig oder beleidigend oder anderweitig massiv „unappetitlich“ ist; kurz gesagt, Beiträge, bei denen es unter Anwendung des zivilisierten und gesunden Menschenverstandes eigentlich keine zwei Meinungen geben kann.

Alles andere lassen wir erst mal so stehen. Wenn eine Euerer Bewertungen gelöscht wurde, dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht durch uns (schließlich kann bei vielen Plattformen jeder Mensch einen Beitrag/eine Bewertung melden). Wir denken, dass auch schlechte Bewertungen Teil eines ganzen Bildes sind. Niemand sollte so naiv sein zu glauben, dass ein Dienstleistungsgeschäft ausschließlich und immer 100% zufriedene Kundinnen und Kunden hervorbringen kann. Ebenfalls gibt es kein 100% fehlerfreies Unternehmen. Natürlich können auch wir Fehler machen.
Wir haben es im Büro schon erlebt, dass uns ein unzufriedener Kunde an den Kopf geworfen hat, wir seien die „schlechteste Fahrschule der Welt“, er werde „sofort kündigen“, und der exakt nächste Kunde kam mit einem „Fresskorb“ zur Tür herein, um sich für die „tolle Ausbildung“, die „großartige Zeit“ und für die „einzigartige Leistung“ des „tollen und freundlichen Teams“ zu bedanken. Nein, das ist nicht etwa nur eine gut erzählte Geschichte, sondern exakt (!!!) so vor einigen Jahren passiert.
Wenn wir negative Rückmeldungen online erhalten, werden wir diese (wie auch bisher) einfach so stehen lassen oder aber wir werden ab sofort die schlechte Bewertung auch mal nach eigenem Ermessen kommentieren.
Wenn eine Rückmeldung, die wir erhalten haben, schlecht ist, gilt es intern für uns, diese ernst zu nehmen und zu schauen „Was ist passiert“ und, wenn sich ein Fehler bei uns offenbart, „Was können wir besser machen?“.

In jedem Fall kann man sich bei uns aber sicher sein: Das Bewertungsprofil, so, wie es sich darstellt, ist unverfälscht und echt. Stand heute haben wir noch nie (und egal wo) auch nur eine einzige Bewertung löschen lassen und würden dies auch künftig nur in den oben genannten Extremfällen tun. Wir kennen natürlich nicht alle Bewertungsplattformen, aber grundsätzlich gilt all das Gesagte nicht nur für Bewertungen auf Google, sondern überall, wo bewertet werden kann.
Wir arbeiten darüber hinaus auch nicht mit positiven Fake-Bewertungen. Weder Fake-Bewertungen, noch das Löschen „unliebsamer“ Bewertungen sind in unseren Augen eine Lösung, sondern auf lange Sicht der Weg zu einem Zustand, mit dem auf allen Seiten Unzufriedenheit herrscht.
Wozu wir gleichzeitig aber motivieren möchten: Bevor Ihr bewertet, sprecht mit uns. Ganz offen und direkt und im Einzelfall auch sehr kritisch. Auch dank dieser direkten Kritik können wir wachsen und uns verbessern. Wir sind immer bestrebt, Lösungen zu finden. Damit sehen wir aber auch die gegenseitige Fairness als wichtig an: Bewertungen betrachten wir nicht als Möglichkeit zum „Nachtreten“. Gebt uns die Chance, Ärgernisse abzustellen und bewertet dann.
Wir haben immer die Philosophie vertreten, dass Ehrlichkeit und gute Arbeit am längsten währen. Am Ende wissen auch wir, dass uns weder „frisierte“ Bewertungen, noch hübsche Flyer oder eine sonst wie tolle Website oder ein spannender Social-Media-Auftritt retten können. Nur ehrliche, gute Arbeit ist es, die auf lange Sicht wirklich zählt. Eine unzufriedene Kundin/ein unzufriedener Kunde bringt keine weiteren. Eine zufriedene Kundin/ein zufriedener Kunde hingegen ist unser wichtigster Werbeträger und bringt uns allein durch seine oder ihre Begeisterung zahlreiche weitere Fahrschülerinnen und Fahrschüler. Formulierungen wie „ich komme, weil ihr mir von XYZ empfohlen wurdet“ ist eine der häufigsten, die wir in unseren Geschäftsräumen von Interessentinnen und Interessenten hören.

Und, um zum Abschluss zwei möglichen Spekulationen den Wind aus dem Segel zu nehmen:

 

    1. Wir schreiben all das nicht, weil wir etwa mit dem sprichwörtlichen „Rücken zur Wand“ stehen oder aber es einen vermeintlichen aktuellen Anlass gibt. Nichts davon ist der Fall. Wir erleben die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden im langjährigen Mittel als gut konstant. Weder erreichen uns täglich unzufriedene Rückmeldungen, noch laufen uns etwa die Kundinnen und Kunden weg.
      Das Thema „Bewertungen im Internet“ ist viel mehr ein allgegenwärtiges und berechtigtes. Viele Menschen fragen sich „wie sehr kann ich Bewertungen noch trauen?“. Wir sind ja auch selbst nicht nur Anbieter, sondern im Privaten und an anderer Stelle selbst Kunden und kennen natürlich genau diese Zweifel. Wir kennen auch die Erfahrungen, wie es ist, dass eine Bewertung geschrieben wird und am nächsten Morgen ist sie plötzlich weg.
      Es ist in unseren Augen daher einfach überfällig, als Unternehmen transparent zu machen, welchen Standpunkt wir zur Thematik einnehmen. Es gibt also keinen aktuellen Anlass, sondern es muss einfach mal gesagt werden.
    2. Wir äußern uns auch nicht, um zwischen den Zeilen Seitenhiebe gegenüber Mitbewerbern zu verstecken. Ehrlich gesagt, kennen wir weder die Bewertungen der Konkurrenz, noch deren Haltung zum Umgang mit Bewertungen. Wir schauen nicht auf andere, wir schauen auf unser eigenes Handeln, äußern unsere Sicht, die wir für uns vertreten. Ein anderer kann das alles schon wieder ganz anders sehen – und dann ist das eben so. Darüber hinaus pflegen wir einen professionellen, positiven und wertschätzenden Umgang mit unseren Kolleginnen und Kollegen und werden diesen auch in Zukunft so weiterführen.